VETERANEN-REISE DER HARMONIE BIRMENSDORF UND URDORF
Am 9. Juli war es wieder soweit. Peter Schönholzer der Veteranen Obmann der Harmonie Birmensdorf lud zur alljährlichen Reise ein. 27 Veteranen und Gäste konnte Peter begrüssen. Pünktlich um 7.30 Uhr startete Marlene Brumann, unsere heutige Chauffeuse ihren Brummer. Wie gewohnt ging es auf Ueberlandstrassen. Richtung Zugerland. Affoltern-Rossau-Baar-Aegerie dem See entlang. Ueber den Ratenpass(1077 m.ü.M.) mit herrlicher Aussicht in die Berge. Rigi,Pilatus, Mythen, Oberiberg usw. Weiter nach Biberbrugg-Pfäfffikon-A3- bis Niederurnen. Dann durch den< Ziegerschlitz>(Glarnerland) bis Schwanden. Durchs Sernftal nach Elm unser Endziel. Ab 1905 fuhr auf dieser Strecke die Sernftalbahn. Sie wurde 1996 durch einen Busbetrieb ersetzt.Der Fluss Sernf war nur ein Rinnsal. Im Hotel Elmer wartete ein Glarner Apero auf uns.Bei Gesprächen und Austausch von Erinnerungen genossen wir diesen Apero.
Bald ging es zur Besichtigung der Schiefertafel Fabrik. Wir wurden von Jürg Schuler,Enkel vom Gründer begrüsst. Sein Grossvater gründete 1889 die Fabrik. Er war nicht nur Fabrikbesitzer sondern auch ein <Tüfftler> und Erfinder. Da es ein Familienbetrieb war musste Jürg schon während der Schulzeit mithelfen. Hauptsächlich wurden Schulwandtafeln und Schülertafeln hergestellt. Als diese nicht mehr benötigt wurden,waren Jasstafeln angesagt. Der Schieferpatsch, welcher vom Abbau kam, wurde gespalten,dann geschabt. Später auf einer selbst hergestellten Maschine geschliffen. Nachher wurde die Tafel zu geschnitten, gewaschen, liniert und gerahmt. Eine Tafel benötigte 33 Arbeitsschritte und alles war Handarbeit. 1983 wurde die einzige Schiefertafelfabrik der Schweiz aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Eine Jasstafel kostete am Ende Fr.2.50. Heute ist die Fabrik ein Museum. Alle Maschinen und Wekzeuge sind noch im Orginalzustand und funktionstüchtig. Eng verbunden mit dem Schieferabbau und der Verarbeitung im Sernftal ist der verheerende Bergsturz von Elm am 11.Sept. 1881.
Nach dieser eindrücklichen Besichtigung war die Fahrt mit der Gondelbahn auf die Alp Empächli (1485 m) angesagt. Im Bergrestaurant Aempächli wurde ein feines Mittagessen Aelpler-Magronen,Apfelmuss und zum Dessert Glarner Pastetli serviert.
Die Aussicht gegen Piz Segnes, Segnespass, Tschingelhörner(2848 m) mit dem Martinsloch, durch das die Sonne zwei Mal im Jahr auf den Turm der Kirche von Elm scheint, war herrlich. Bald war es Zeit für die Heimfahrt. Gekonnt chauffierte Marlene Brumann uns durchs Glarnerland-Niederurnen-Ziegelbrücke-Schänis- Uznach,mit den vielen Storchenhorste, nach Schmerikon zum Hotel Seehof. Zum Abschluss gabs noch ein Glace oder ein Helles, je nach Bedürfnis. Bald gings weiter über Rapperswil- Seedamm auf die A3 nach Birmensdorf. Eine schöne eintrückliche Reise ging zu Ende. Dem Reiseleiter Peter und seinem Team herzlichen Dank für die ausgezeichnete Organisation. Wir kommen wieder.
Hans Boos, Urdorf



